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Dieser Beitrag wurde am 24. Juni. 2008 in der Kategorie von den Parteien veröffentlicht.
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In der kommenden “Vorwärts”-Ausgabe (Erscheinungstermin Donnerstag, 26. Juni 2008) bezieht der SPD-Parteivorsitzende, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, Stellung zum Thema Aufstieg durch Bildung. Hier der Beitrag im Wortlaut:

Sozialer Aufstieg durch gute Bildung - das ist Herzstück sozialdemokratischer Politik. Dazu gehört eine intensive Vorschulerziehung, dazu gehören ausreichend Krippenplätze und Kindertagesstätten mit gut ausgebildeten Erziehern. Kinderbewahranstalten brauchen wir nicht.

Wir brauchen ein Bildungssystem, das nicht aussondert, sondern jede Begabung fördert und gleiche Chancen für alle garantiert. Und nicht danach fragt, ob Junge oder Mädchen, arm oder reich, Einwanderer oder Deutscher. Wir werden dafür Bildungsbarrieren abräumen und neue Wege öffnen.

Wir streben Gebührenfreiheit an von der Kindertagesstätte bis zum Erststudium. Das ist unsere Antwort auf die Blockade des sozialen Aufstiegs für viele Kinder und Jugendliche. Ihre Zukunft darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Wir brauchen endlich eine Kultur der zweiten und dritten Chance. Über das Schulalter hinaus soll künftig jeder auch im Erwachsenenalter ein Recht bekommen, den Schulabschluss nachzuholen.

Hochschulen öffnen
Auch im europäischen Vergleich ist es in Deutschland besonders schwer, ohne Abitur ein Studium aufzunehmen. Aber um die Zukunft zu meistern und im globalen Wettbewerb zu bestehen, müssen wir neue Qualifizierungswege entwickeln und nutzen und bewährte ausbauen. Wir brauchen mehr Hochschulabsolventen und hoch qualifizierte Fachkräfte. Öffnen wir also die Universitäten für Einsteiger, die sich im Beruf bewährt haben, auch ohne Abitur.

Gute Bildung darf nicht an den unterschiedlichen Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern scheitern. Die SPD fordert einen klaren, länderübergreifenden einlösbaren Anspruch auf einen Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte.

Die Zeit ist reif. Wir werden die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems herstellen und Chancengleichheit verwirklichen. Wir haben zum Wintersemester durchgesetzt, die Ausbildungsförderung (BAföG) um zehn Prozent zu steigern. Wir handeln für die Bildungsrepublik und wir achten darauf, dass ein Bildungsgipfel nicht zum PR-Gag verkommt.

Pressemitteilung 380/08 der SPD

Ein Beitrag von .

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Ein Kommentar

  1. baudoy
    kommentiert am 24. Juni 2008 um 13:27 | Permalink

    Meines Erachtens war es doch bereits bei der Regierung Rot/Grün, unter welche die massiven Kürzungen in den Bereichen der Betreuung und Bildung anfingen?

    Aus dem Satz “Wir brauchen ein Bildungssystem, das nicht aussondert, sondern jede Begabung fördert und gleiche Chancen für alle garantiert.” konnte man entnehmen, das weniger Begabte nicht gefördert werden müsste. Entweder ein ganz schlecht gewählter Satz oder es ist tatsächlich so gemeint.

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