Derzeit herrscht europaweit nicht nur eine andauernde Wirtschaftsflaute, auch die Euro-Krise macht den Nationen und ihren führenden Organen schwer zu schaffen. Trotzdem hält sich der deutsche Arbeitsmarkt stabil. Das ist auch gut so, denn damit steigen die Chancen für Jobsuchende.
Allerdings profitieren wohl nicht alle Arbeitslose von diesem Phänomen, denn laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wurden 2011 weniger Langzeitarbeitslose in reguläre Beschäftigung vermittelt. Nach Angaben der „Passauer Neue Presse“, die aus der Studie zitiert, wurden im vergangenen Jahr 183.600 Hartz-IV-Empfänger, die länger als ein Jahr arbeitslos waren, wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt aufgenommen. Dies seien 8600 weniger als im Jahr zuvor. „Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Beschäftigten, die nach Job-Verlust ins Hartz-IV-System abrutschten, um 42.600 auf 736.800″, so Wilhelm Adamy, Leiter der Abteilung Arbeitsmarktpolitik des DGB. Wenn man das Jahr 2008 zugrunde legt, dann konnten im vergangenen Jahr sogar 16.800 Hartz-IV-Empfänger weniger in eine reguläre Beschäftigung vermittelt werden, die über ein Jahr arbeitslos waren. „Es sind vorrangig die Kurzzeitarbeitslosen, die integriert werden”, erklärt Adamy weiter.
Der DGB meint auch die Gründe zu kennen. Vor allem die Leiharbeit und befristete Beschäftigung seien die Gründe dafür, dass mehr Beschäftigte nach dem Verlust des Arbeitsplatzes sofort in Hartz IV fallen würden. Im vergangenen Jahr seien 26,4 Prozent der Beschäftigten, die arbeitslos wurden, sofort in Hartz IV gefallen. Aus diesem Grund fordert der DGB, dass die Hürden für den Bezug von Arbeitslosengeld gesenkt werden sollen.




